Der Leistungsrichter

Im Jahr 1992 bewarb ich mich bei dem damaligen LG-Vorstand um das Amt eines Leistungsrichters. Es gibt sicherlich viele Gründe, die einen Bewerber zu solch einem Schritt veranlassen.
Ich war zu dem Zeitpunkt weder Lehrhelfer noch ein besonders bekannter und erfolgreicher Hundeführer, sondern „nur“ langjähriger OG- Ausbildungswart.

Für mich war ein Schlüsselerlebnis der Besuch bzw. die Teilnahme an einer OG- Prüfung, bei der ich mit einigen Bewertungen des amtierenden Leistungsrichters nicht einverstanden war. Nun wollte ich nicht zu den vielen „Fachleuten“ gehören, die am Zaun stehen und es sowie alles besser können (was sowohl das Richten als auch das Führen betriff), sondern ich wollte versuchen, es aus meiner Sicht tatsächlich besser zu machen.

Nach einer zweijährigen Ausbildung wurde ich im Jahr 1994 zum Leistungsrichter benannt. Im Rahmen meiner Ausbildung und auch in der Folgezeit musste ich feststellen, wie schwierig es manchmal ist, eine objektive und „richtige“ Entscheidung zu treffen und dass ich dem damaligen Leistungsrichter mit meiner Kritik Unrecht getan hatte.

 Inzwischen bekleide ich das Amt bereits seit 18 Jahren und es bringt mir nach wie vor Spaß, trotz manchmal sehr widriger Witterungsbedingungen in den Ortsgruppen die gezeigten Leistungen zu bewerten.

Einladungen zum Richten im Ausland (Halifax/Kanada, New York, San Francisco, Finnland, Sao Paulo/Brasilien) sind natürlich das Salz in der Suppe.

Es regnet niemals in Kalifornien- oder doch?

Besonders stolz bin ich auf meine Benennung anlässlich der BSP 2001 in Göttingen (Abt. A), der Bundes-FCI 2005 in Lohsa (Abt. C)
und als Krönung die BSP 2009 in Donaueschingen (Abt. C)